Blackhat startet mit Prädikat "besonders wertvoll"

In seinem Film Blackhat widmet sich Meisterregisseur Michael Mann einer brandaktuellen und hochbrisanten Fragestellung: Wie gefährlich und angreifbar ist das Internet? Als wichtige Finanzmärkte von einem Hacker angegriffen werden, entschließt sich der US-Geheimdienst, den Computerexperten Nicholas Hathaway aus dem Gefängnis zu entlassen. Denn er ist der einzige, der den Hacker wirklich stoppen kann. Ein gefährlicher Wettlauf mit der Zeit um die Macht über das World Wide Web beginnt.

In der digitalen Welt ist niemand mehr sicher. Auch nicht Unternehmen, Banken oder Regierungen. Als wichtige Finanzmärkte von einem Hacker angegriffen werden, entschließt sich der US-Geheimdienst, drastische Maßnahmen zu ergreifen. Denn der einzige Computerexperte, der helfen kann, ist Nicholas Hathaway. Er kennt den Code des Hackers, hat ihn sogar mitentwickelt.

Das Problem: Hathaway sitzt im Gefängnis. Der Deal: Hathaway wird entlassen und schnappt dafür den Hacker, bevor noch größerer Schaden entstehen kann. Der Deal steht und Hathaway fliegt nach Hong Kong, um mit einem kleinen Team dem Hacker das Handwerk zu legen. Doch je näher sie ihm kommen, desto mehr wird aus der Bedrohung für das World Wide Web eine Gefahr für ihr Leben. In seinem neusten Film widmet sich Meisterregisseur Michael Mann der zentralen und brandaktuellen Fragestellung nach den Gefahren des Internets. Denn je vernetzter die Menschheit ist, desto angreifbarer macht sie sich auch.

Doch neben dem interessanten und faszinierenden Sujet beeindruckt vor allem die technische Perfektion des Films, die einmal mehr beweist, wie stilsicher Michael Mann arbeitet. Ob Farb-, Bild- oder Soundkomposition - jede Einstellung ist perfekt aufeinander abgestimmt und formvollendet. Neben einem Höchstmaß an Spannung und Action lässt sich Mann aber auch Zeit, um die Geschichte hinter der Action zu erzählen. Die Suche nach dem Hacker wird dabei immer mehr zu einer nervenaufreibenden Schnitzeljagd, an deren Ende ein furioser und überwältigender Showdown steht, bei der Mann einmal wieder zeigt, dass er der moderne Meister des Shoot Outs ist. Chris Hemsworth verkörpert Nicholas Hathaway als gebrochenen Helden kraftvoll und ambivalent, irgendwo zwischen einem Actionheld der alten Schule und dem technisch hochbegabten Zweifler der digitalen Zeit.

Sämtliche Figuren sind komplex, vielschichtig und oftmals in ihren Motivationen und Absichten undurchdringlich, wie es in einem guten Thriller sein muss. Die Musik von Harry Gregson-Williams treibt die atemlose Spannung zusätzlich an und verstärkt das mulmige Gefühl, das sich unweigerlich bei einem solchen Thema einstellen muss. Mit BLACKHAT beweist Michael Mann, dass er sein Handwerk meisterlich beherrscht. Ein hochspannender und hochaktueller Film.

[Deutsche Film- und Medienbewertung]

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